Kirchenkreis organisiert Hilfe für Betroffene der Hochwasserkatastrophe

Die Möbelbörse des Diakonischen Werks in Plettenberg wurde von der Hochwasser-Katastrophe schwer getroffen. Das Gebäude hat weitreichende Schäden erlitten und nahezu die komplette Inneneinrichtung und Waren sind nach dem Hochwasser unbrauchbar und müssen entsorgt werden (Foto: EKKLP)

KIRCHENKREIS + Die furchtbare Hochwasser-Katastrophe in der vergangenen Woche hat viele Opfer gefordert und entsetzliche Spuren der Verwüstung hinterlassen. Auch in der unmittelbaren Nachbarschaft, in Hagen und in Altena, sind schlimmste Schäden entstanden. Die Städte und Orte im Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg sind weitgehend vor großen Schäden bewahrt worden. Und dennoch sind im Lenne- und Volmetal die Spuren der Hochwasser-Katastrophe sichtbar. Vor vielen Häusern stehen Berge von Sperrmüll, was das Ausmaß der Flut erahnen lässt.

Die Schäden an kirchlichen Gebäuden halten sich in Grenzen. Davon machte sich Christof Grote, Superintendent des heimischen Kirchenkreises, in dieser Woche selbst ein Bild. Gemeinsam mit Christa Woschée, Architektin und verantwortlich für die Gremienberatung für technische Bauangelegenheiten im Kirchenkreis, reiste der Superintendent an verschiedene Orte im Kirchenkreis, um sich aus erster Hand zu den Schäden zu informieren. „Es gibt an verschiedenen Orten Kleinschäden, vor allem durch Wassereintritt in Kellern. Aber generell haben wir bei unseren Gebäuden noch Glück im Unglück gehabt. Traurige Ausnahme ist hierbei die Möbelbörse des Diakonischen Werks in Plettenberg. Hier sind die Räumlichkeiten komplett geflutet worden und es ist großer Schaden entstanden“, blickt der Superintendent auf die eigene Gesamtlage.

In der Möbelbörse laufen derzeit die Aufräumarbeiten. Der Gesamtschaden ist dabei noch nicht absehbar. Klar ist nur, das komplette Gebäude hat einen weitreichenden Wasserschaden erlitten und mehr als 90% der gesamten Waren und Inneneinrichtung sind unbrauchbar. Die Möbelbörse kämpft nun darum in absehbarer Zeit wieder öffnen zu können. Dies wird aber aufgrund der gesamten Schäden noch Wochen dauern und sehr viel Aufwand erfordern.

Die Katastrophe hat aber auch eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. In der Superintendentur sind etliche Anfragen eingegangen, wie passende Sachspenden an Betroffenen gelangen können. Hier verweist der heimische Kirchenkreis auf das Spendenportal des Nachbarkirchenkreises Iserlohn (https://padlet.com/digitalekirche1/hochwasserhilfe), weil dort die Not noch viel größer ist.

Direkt nach dem Bekanntwerden der Katastrophe hatte der Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg am vergangenen Sonntag eine Sonderkollekte für die Opfer der Flut in unserer Region in den Gottesdiensten seiner Kirchengemeinden erbeten. Zudem wurde ein Spendenkonto eingerichtet, über das man jederzeit schnell und direkt spenden kann (https://www.kdonlinespende.de/projekt/hochwasserhilfe-kirchenkreis/display/link.html).

In einer Woche sind hier bereits über 18.000 € an Spenden eingegangen. Diese Gelder sollen nun zeitnah an die Hilfebedürftigen weitergeleitet werden. Dafür hat der Kreissynodalvorstand des heimischen Kirchenkreises folgendes Vorgehen beschlossen:

- Von der Hochwasser-Katastrophe Betroffene aus dem Ev. Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg können als Soforthilfe max. 300 € für dringend notwendige Anschaffungen aus den kreiskirchlichen Spenden- und Sonderkollektenmitteln erhalten (z.B. für Kleidung, aber auch als Ersatz von Waschmaschinen, Kühlschränken etc.)

- Die Verteilung ist so geregelt, dass Betroffene sich an die Kirchengemeinden vor Ort wenden können und durch die Pfarrer/innen und Presbyteriumsvorsitzenden nach Prüfung der Sachlage die Gelder beim Kirchenkreis angefordert werden

- Sollten mehr Anfragen eingehen als Geld vorhanden ist, entscheidet die Reihenfolge der Meldung. Sollten mehr Spenden eingegangen sein, als von heimischen Betroffenen angefordert werden, werden alle weiteren Spendenmittel an die Ev. Kirchenkreise Hagen und Iserlohn weitergeleitet, um dort die Not zu lindern

„Dass eine Unterstützung von 300 € nur ein kleiner Beitrag angesichts der Gesamtschäden für die Betroffenen sein kann, ist dabei klar - aber eben doch ein Beitrag, der zeigen kann, dass Kirche hilft. Wir sind sehr dankbar, dass in kurzer Zeit schon viele Spenden eingegangen sind. Wir bitten aber weiterhin um Spenden für die Betroffenen in unserer Region. Mit dieser gezielten Hilfe können wir noch mehr Menschen in unsrem Kirchenkreis sowie in den benachbarten Kirchenkreises Hagen und Iserlohn unterstützen“, so Christof Grote. EKKLP

 

Glocken läuten am Freitag

 

Aufruf zu Glockenläuten und Andacht aus Anlass der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

die verheerende Flutkatastrophe der vergangenen Woche hat sehr viele Menschen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz getroffen. Mindestens 168 Menschen sind gestorben, nicht wenige werden weiterhin vermisst. Häuser, Straßen, Brücken und Leitungen wurden weggeschwemmt, viele Existenzen zerstört. Die Aufräumarbeiten haben gerade erst begonnen.

Die Betroffenen benötigen nun vor allem konkrete, tatkräftige Unterstützung. Es ist ermutigend zu sehen, wie viele Menschen in diesen Tagen spontan und freiwillig solche Hilfe leisten.

Beteiligt sind vor Ort auch viele aus unseren Kirchengemeinden und Kirchenkreisen. Notfall-Seelsorgerinnen und -Seelsorger sind seit Tagen im Einsatz, Engagierte aus unseren Gemeinden sind präsent, wo Hilfe gebraucht wird.

Als Evangelische Kirche von Westfalen rufen wir dazu auf, die Opfer der Unwetterkatastrophe durch Spenden zu unterstützen. Die Diakonie RWL hat dazu ein zentrales Spendenkonto eingerichtet: Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. – Diakonie RWL BIC: GENODED1DKD IBAN: DE79 3506 0190 1014 1550 20 Stichwort: Hochwasser-Hilfe

Gemeinsam mit der Evangelischen Kirche im Rheinland möchten wir darüber hinaus ein sichtbares Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts setzen.

In ganz Nordrhein-Westfalen rufen wir dazu auf, am

Freitag, den 23.07.2021 um 18:00 Uhr

die Glocken der Kirchen zu läuten, im Gedenken an die Opfer der Katastrophe innezuhalten.

Ich danke von Herzen allen, die in diesen Tagen in den überschwemmten Regionen Hilfe bringen. Bei einem Besuch in Hagen habe ich diese große Hilfsbereitschaft heute gesehen und gespürt.

Für die Opfer wie für die, die Hilfe bringen, bitte ich um Gottes Segen.

In Verbundenheit grüßt Sie

Annette Kurschus, Präses

 

 

Gebet

Gott,
wir tragen vor Dich
alle, die vom Hochwasser betroffen sind
Lebensentwürfe sind zerstört.
Hoffnungen sind begraben.
Leben sind in Frage gestellt.

Gott,
wir bitten Dich für diese Männer und Frauen und Kinder.
Sei du ihr Beistand
und gib ihnen Halt.

Selig sind, die da Leid tragen
denn sie sollen getröstet werden.

Gott,
wir tragen vor Dich
die Helferinnen und Helfer der Einsatzkräfte
und alle, die freiwillig anpacken und helfen.
Sie holen Menschen aus eingeschlossenen Häusern.
Sie versorgen Menschen mit Nahrung und Kleidung.
Sie sichern Dämme und räumen auf.

Gott,
wir bitten Dich für diese Männer und Frauen:
Verleih ihnen Kraft
und schenke ihnen Momente der Erholung.

Selig sind die Frieden stiften,
denn sie werden Gottes Kinder heißen.

Gott,
wir tragen vor Dich
die Seelsorgerinnen und Seelsorger
von der Notfallseelsorge und aus den Gemeinden,
in den Krankenhäusern und bei der Polizei.
Sie hören zu und fühlen mit.
Sie erfahren von unfassbaren Schicksalen.
Sie halten aus, was kaum auszuhalten ist.

Gott,
wir bitten Dich für diese Männer und Frauen:
Stärke sie
und sei ihnen Schutz und Schild.

Selig sind die Barmherzigen
denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.

Gott,
wir tragen vor dich uns selbst
mit dem, was uns hier und jetzt bewegt.
Schau in unser Herz
und höre auf das, was wir dir in der Stille vortragen.

 

 

 

Baumaßnahmen - Gemeindehausparkplatz ab 9. August nicht erreichbar!

Die Baumaßnahme „Altstadteingang West“ (Kölner Straße / Am Seewerngraben) wird im 1. Bauabschnitt am 09.08.2021 in der Straße „Am Seewerngraben“ vom Klosterplatz bis etwa Mitte Parkplatz Dänisches Bettenlager beginnen. Die Zufahrt zu Anliegergrundstücken ist im Baubereich in einem Zeitraum von voraussichtlich 4-6 Wochen nicht möglich.

Herzliche Einladung zu unseren Gottesdiensten

Da die 7 Tageinzidenz nun länger als 5 Tage unter 35 liegt, laden wir wieder zu Präsenzgottesdiensten ein.

Zusätzlich laden wir zum digitalen Gottesdienst ab 18.07.2021 zur Aufzeichnung aus der Ev. Friedenskirche in Attendorn mit Pastor Schliebener und Team ein. 

Gottesdienst zu Sonntag dem 18.07.2021

So können Gemeindeglieder und Gäste in dieser Übergangszeit sporadisch wählen zwischen digitalem und Präsenzangebot.


Der nächste digitale Gottesdienst nach der Sommerpause ist für den 25.09.2021 geplant.


Bleiben Sie gesund und behütet.


Vergangene Gottesdienste

 

Neue Öffnungszeiten der Attendorner Tafel - Kleine und große Ausgaben immer am Dienstag

Attendorn. Ab dem 1. August sind die Ausgaben der Attendorner Tafel immer am Dienstag in jeder Woche. Die kleinen Ausgaben sind an den ersten drei Dienstagen im Monat in der Zeit von 10.00- bis 11.30 Uhr. Die große Ausgabe findet dann am letzten Dienstag in der Zeit von 14.00- bis 17.00 Uhr statt.

Waffeln

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Das Waffelcafé öffnet voraussicht-lich am 1.7.21 ab 15 Uhr wieder seine Tore.

 

Auch die Strickfrauen freuen sich auf ein Paar heiße Nadeln!

Möbelbörse wieder geöffnet

In Attendorn Ist in den Räumlichkeiten der Begegnungsstätte „lebensfroh.Kirche im Laden“ in der Danziger Straße 2 seit dem 11. März die Möbelbörse wieder geöffnet Der Kaffee und Kuchenverkauf bleibt allerdings zunächst geschlossen. Auch die Kleiderkammer der evangelischen Kirchengemeinde ist noch nicht geöffnet.

Die verordneten Corona-Schutzmaßnahmen von Land und Bund werden entsprechend umgesetzt. So wird in Attendorn nur maximal drei Kunden gleichzeitig der Zutritt gewährt. Der Einlass erfolgt nach vorheriger Desinfektion der Hände und unter Tragen eines Mund-Nasenschutzes. Entsprechende Hinweisschilder werden am Eingang aufgestellt.

Um einen zu großen Andrang während der Öffnungszeiten zu vermeiden, bittet Förderband die Anlieferung von Möbelspenden vorher terminlich zu vereinbaren. Diese finden dann außerhalb der eigentlichen Öffnungszeiten statt.

Kontakt:
Mobil: 0 160/30 10 91 0

Aktuelle Meldungen

Hohe Wahlbeteiligung: Presbyterinnen und Presbyter aus der Bezirksgemeinde Attendorn gewählt

Meldungen aus der Landeskirche

23.07.2021

Landeskirchenrat i. R. Gerhard Senn gestorben

22.07.2021

Kirche und Diakonie starten Soforthilfe in Unwettergebiet

21.07.2021

Präses Annette Kurschus ruft Kirchengemeinden auf, ein Zeichen der Solidarität zu setzen

Hier geht's zum Bezirk Grevenbrück

Evangelische Kirche Grevenbrück (Foto: grevenbrück.de)

Hier geht's zum Bezirk Lennestadt-Kirchhundem

Evangelische Kirche in Altenhundem (Foto: Nils Dinkel)

Bücherei wieder geöffnet

Wir freuen uns, dass es am 31. Mai wieder losgeht!

Alle kleinen und großen Leserinnen und Leser sind herzlich willkommen.

Wichtige Kontakte im Überblick

Bezirksbüro
Westwall 55 (Seiteneingang)
Tel   02722-25 79
Mail  lp-kg-attendorndontospamme@gowaway.kk-ekvw.de

 

Öffnungszeiten: Di. 9.00-12.00 Uhr und Do. 15.00-18.00 Uhr


Zentralbüro
Siegener Str. 13
57368 Lennestadt
02721-714 04 40
lp-kg-attendorn-lennestadtdontospamme@gowaway.kk-ekvw.de

Öffnungszeiten: Mo. 9.30 -11.30 Uhr; Di. 15.00-17.00 Uhr; Mi. 15.00-17.00 Uhr und Do. 9.30-11.30 Uhr

Kontonummer


Pfarrer Andreas Schliebener
Vorsitzender des Presbyteriums: Wolfgang Dröpper, Tel. 02722 / 3240
Vorsitzender des Bezirksausschusses: Lars Kirchhoff, Tel 02722 / 53746

Annahmestopp Kleiderkammer

Das Team der Kleiderkammer im evangelischen Begegnungszentrum „lebensfroh. Kirche im Laden“ an der Danziger Straße 2 bittet darum, aktuell keine Kleidung mehr abzugeben und grundsätzlich keine Spenden und auch keinen Hausrat vor die Eingangstür zu stellen.

Aufgrund der Corona-Pandemie kann die Kleiderkammer aktuell nicht öffnen. Daher gibt es ab sofort und bis auf Weiteres einen Annahmestopp. Das Team bittet die Bürger um Verständnis für die unumgängliche Maßnahme. Sobald die Kleiderkammer wieder unter regulären Umständen geöffnet ist, wird dies bekanntgegeben.